Höhere Berufsbildung

Rückenwind für Fachwirte und Meister

Nun hat auch der Bundesrat der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes zugestimmt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zeigt sich erfreut über das damit verbundene grüne Licht für "Bachelor Professional" und "Master Professional".
In Deutschland spielt die Höhere Berufsbildung – also die Weiterbildung zum Fachwirt, Meister oder Bilanzbuchhalter – für die Fachkräftesicherung der Wirtschaft eine zentrale Rolle. Wir setzen uns im Interesse der Unternehmen dafür ein, die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung in den Köpfen, in den Schulen und bei den Bildungsentscheidern voran zu bringen.
Bachelor und Master sind international gängige Bezeichnungen für Universitätsabschlüsse. Das machte es so schwierig, Arbeitgebern bzw. Geschäftspartnern im Ausland zu verdeutlichen, dass ein „Fachwirt“ oder „Meister“ zwar demselben Niveau entspricht, jedoch eine deutlich berufspraktischere Ausrichtung besitzt. Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes sind die Bezeichnungen "Bachelor Professional" und "Master Professional" jetzt offiziell.
"Das neue Berufsbildungsgesetz setzt wichtige Impulse, um die Berufliche Bildung attraktiver zu machen und zu stärken", lobt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. "Die neuen Abschlussbezeichnungen „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ machen endlich auch sprachlich deutlich, dass Berufliche und akademische Bildung gleichwertig sind."
Sie unterstrichen zudem die Praxisnähe und besonderen Fähigkeiten von Industriemeistern, Fachwirten oder Bilanzbuchhaltern. "Mit den neuen Begriffen als Klammer für die große Vielfalt der Höheren Berufsbildung können wir noch besser den Blick von Eltern, Lehrern und Schulabgängern auf die Berufliche Bildung lenken und sie als gute Alternative zum Studium bekannter machen." Das helfe letztlich den Unternehmen, ihren Bedarf an beruflich qualifizierten Fachkräften besser zu decken.