Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)

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Im Zuge der Novellierung wurde das „Meister-BAföG“ zum „Aufstiegs-BAföG“. Damit wurden nicht nur Fördersätze und Freibeträge erhöht, sondern auch bestehende Förderstrukturen erneuert und entbürokratisiert. Die Erhöhung des maximalen Maßnahmebeitrages von EUR 10.226 auf EUR 15.000 ist dabei ein wichtiges und richtiges Signal der Politik. zum 1. August 2020 werden Zuschüsse, Freibeträge und Darlehenserlasse nochmals erhöht.

Auch adressiert das novellierte AFBG künftig neue Zielgruppen. Neben Bachelorabsolventen, die zusätzlich eine Aufstiegsqualifizierung anstreben, sind ferner Studienabbrecher sowie Abiturienten mit Berufspraxis förderfähig, die nach den jeweiligen öffentlich-rechtlichen Fortbildungsregelungen für eine Aufstiegsfortbildung ohne Erstausbildungsabschluss zur Prüfung bzw. zur entsprechenden schulischen Qualifizierung zugelassen werden können.

Insgesamt erfährt die berufliche Bildung mit dem neuen Gesetz – als Schulterschluss von Bund und Ländern – mehr Attraktivität und akzentuiert nicht zuletzt die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

Welche Lehrgänge werden gefördert?

Es werden Lehrgänge zur Aufstiegsfortbildung mit mehr als 400 Unterrichtsstunden gefördert.
Aus unserem Angebot an Praxisstudien sind dies:
Betriebswirte, Technische Betriebswirte, Industriemanager, Industrietechniker, Industriemeister, Fachmeister, Fachwirte, Fachkaufleute und strategische bzw. operative IT-Professionals

Wie sieht die Förderung aus? (Stand: 1. August 2020)

1. Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bei Teilzeit- und Vollzeitlehrgängen (einkommens- und vermögensunabhängig)
  • 50 % Zuschuss auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
  • Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen (maximal EUR 15.000,-); Befreiung von der Zins- und Tilgungspflicht für die Dauer der Maßnahme und einer Karenzzeit von zwei, längstens sechs Jahren
  • Bestehen Geförderte die Abschlussprüfung der Aufstiegsfortbildungsmaßnahme werden Ihnen auf Antrag 50 % des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Prüfungs- und Lehrgangsgebühren erlassen.

2. Monatlicher Unterhaltungsbeitrag bei Vollzeitlehrgängen (einkommens- und vermögensabhängig)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Vollzeitlehrgängen erhalten vom Staat einen monatlichen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt bis zu folgender Höhe als reinen Zuschuss:
  • EUR 768,- für Alleinstehende ohne Kind
  • EUR 1.003,- für Alleinstehende mit einem Kind
  • EUR 1.003,- für Verheiratete
  • EUR 1.238,- für Verheiratete mit einem Kind

Für jedes weitere Kind wird ein Erhöhungsbeitrag von EUR 235,- gewährt. Alleinerziehende können darüber hinaus einen monatlichen Zuschuss zu den notwendigen Kosten der Kinderbetreuung in Höhe von EUR 150,- erhalten.

Weitere Informationen siehe “Externe Links” rechts.